Pamphlet, 34 pages
German language
Published Aug. 14, 2007 by Syndikat-A.
Eine Untersuchung am Beispiel der CNT Sevilla
Pamphlet, 34 pages
German language
Published Aug. 14, 2007 by Syndikat-A.
Die Broschüre liefert interessante Einblicke in Art und Weise der Organisation der mythenumwogenen CNT. Die Darstellung ist ziemlich ernüchternd – die Organisationsstruktur ist relativ hierarchisch, die Theorie bezieht sich unreflektiert auf die „Arbeiterklasse“ und die CNT ist innerlich an Machtkämpfen gespalten.
Allerdings gibst es auch Hoffnungen und Perspektiven, wie die CNT Sevilla zeigt – sie schaffte es in den letzten Jahren einige Betriebsgruppen zu gründen und mehrere erfolgreiche Arbeitskämpfe zu führen. Die Analyse des Autos ist dabei interessant, liefert viele Ideen und Anknüpfpunkte – allerdings kann ich beim besten willen einiger seiner Vorschläge zur Verbesserung der Lage des Anarchosyndikalismus nicht zustimmen. So behauptet er, das „eine gut funktionierende Machststruktur in höchstem Maße nützlich sein kann“ (S22) und verkennt dabei wesentliche Eigenschaften von Macht / Hierachien; er achtet hier nur auf kurzzeitig Erfolge die durch eine effiziente Führungstruktur erreicht werden könnten, vergißt aber eine emanzipatorische Perspektive.
Insgesamt allerdings trotzdem eine spannende …
Die Broschüre liefert interessante Einblicke in Art und Weise der Organisation der mythenumwogenen CNT. Die Darstellung ist ziemlich ernüchternd – die Organisationsstruktur ist relativ hierarchisch, die Theorie bezieht sich unreflektiert auf die „Arbeiterklasse“ und die CNT ist innerlich an Machtkämpfen gespalten.
Allerdings gibst es auch Hoffnungen und Perspektiven, wie die CNT Sevilla zeigt – sie schaffte es in den letzten Jahren einige Betriebsgruppen zu gründen und mehrere erfolgreiche Arbeitskämpfe zu führen. Die Analyse des Autos ist dabei interessant, liefert viele Ideen und Anknüpfpunkte – allerdings kann ich beim besten willen einiger seiner Vorschläge zur Verbesserung der Lage des Anarchosyndikalismus nicht zustimmen. So behauptet er, das „eine gut funktionierende Machststruktur in höchstem Maße nützlich sein kann“ (S22) und verkennt dabei wesentliche Eigenschaften von Macht / Hierachien; er achtet hier nur auf kurzzeitig Erfolge die durch eine effiziente Führungstruktur erreicht werden könnten, vergißt aber eine emanzipatorische Perspektive.
Insgesamt allerdings trotzdem eine spannende Broschüre, die es erleichtert über eine Erneuerung des Anarcho-Syndikalismus zu diskutieren. Sich mit der eigenen Organisationsstruktur auseinander zusetzen ist der erste Schritt um sich den neuen Herausforderungen dieser Gesellschaft zu stellen. Gelungen ist auch der Mix der Broschüre aus wissenschaftlichem Anspruch und verständlichem Schreibstil.
Eine anarchistische Gewerkschaft ist in Zeiten, in denen linke Aktivist_innen immer mehr mit den alltäglichen sorgen des Überlebenskampfes konfrontiert werden um so wichtiger, denn um die konkrete Verbesserung der Lebensverhältnisse zu erreichen müssen wir uns in allen Lebensbereichen selbst organisieren.