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Picknick am Wegesrand (German language, 1981, Suhrkamp) 4 stars

Review of 'Picknick am Wegesrand' on 'Goodreads'

4 stars



Ein Mann verbringt den wohl größten Teil seines Lebens getrieben von Gier, Hass und einem ausgeprägten Hang zu Gewalt, bis er eine weitreichende und nahezu selbstlose Entscheidung trifft. Man fragt sich, wieso dieses Buch überhaupt eines Science Fiction-Elementes bedurfte. Wieso die "Zone", aus der man unter Lebensgefahr seltsame, meist unverständliche und mutmaßlich außerirdische Artefakte birgt? Das Buch erschien 1972 in der Sowjetunion. War Habgier im real existierenden Sozialismus derart verpönt (oder politisch schlicht nicht erwünscht), dass die Autoren sich dieses buchstäblich außerweltlichen und eben auch überaus verführerischen Mittels (etwa der märchenhaften Wunschmaschine) bedienen mussten?

Was ich als Gegenpol zu all den Space Operas überaus schätze ist, wie die Menschheit nicht im Ansatz weiß wie ihr geschieht und Spielball oder Opfer vollkommen unverständlicher Vorgänge ist. Tatsächlich geht es hier ja nichtmal um Außerirdische, denn dass sie die "Zonen" errichtet haben könnten, ist reine Spekulation einzelner Figuren. Das führt dann im interessantesten …