Auntie Terror reviewed Dopóki śpiewa słowik by Antonia Michaelis
Review of 'Dopóki śpiewa słowik' on 'Storygraph'
Dieses Buch war leider unfassbar lanweilig, obwohl es so vielversprechend klang.
Kurz zum Inhalt:
Der 18jährige Tischlergeselle (in Papas Tischlerei) Jari hat es sich in den Kopf gesetzt, allein durch Berge und Wälder zu wandern um einmal von zu Hause fortzukommen. Er begegnet einem scheinbar hässlichen Mädchen gleichen Alters, Jascha, das sich auf dem Weg durch den Wald jedoch als umwerfend schön entpuppt und ihn in sein Häuschen im Walde einlädt. Der hormonell unausgelastete Junge folgt ihr natürlich und wird in einen Strudel aus traumabedingter Phantasiewelt, relativ unglaubwürdig motivierter Gewalt, erzwungen provokanter Erotik und Fliegenpilzkonsum gesogen. Am Ende hat er drei Menschen getötet, auf seinen besten Freund geschossen und für immer seinem alten Leben abgeschworen. Und das an der Seite von Jascha, die ihn über Monate unter Drogen gesetzt, ihm die Existenz ihrer beiden toten Drillingsschwestern vorgegaukelt, ihn zum Töten überredet und mit seinem besten Freund geschlafen hat (was vielleicht …
Dieses Buch war leider unfassbar lanweilig, obwohl es so vielversprechend klang.
Kurz zum Inhalt:
Der 18jährige Tischlergeselle (in Papas Tischlerei) Jari hat es sich in den Kopf gesetzt, allein durch Berge und Wälder zu wandern um einmal von zu Hause fortzukommen. Er begegnet einem scheinbar hässlichen Mädchen gleichen Alters, Jascha, das sich auf dem Weg durch den Wald jedoch als umwerfend schön entpuppt und ihn in sein Häuschen im Walde einlädt. Der hormonell unausgelastete Junge folgt ihr natürlich und wird in einen Strudel aus traumabedingter Phantasiewelt, relativ unglaubwürdig motivierter Gewalt, erzwungen provokanter Erotik und Fliegenpilzkonsum gesogen. Am Ende hat er drei Menschen getötet, auf seinen besten Freund geschossen und für immer seinem alten Leben abgeschworen. Und das an der Seite von Jascha, die ihn über Monate unter Drogen gesetzt, ihm die Existenz ihrer beiden toten Drillingsschwestern vorgegaukelt, ihn zum Töten überredet und mit seinem besten Freund geschlafen hat (was vielleicht verständlich ist, weil man die beiden Jungen auch als Leser nur dann unterscheiden kann, wenn wieder einmal Mattis geschmackloses Tattoo erwähnt wird), von dem sie nun schwanger ist.
Der Epilog erfüllt keinen Zweck außer zu untermalen, dass Jari nicht besonders helle und Jascha noch immer ziemlich psychotisch ist.
Womöglich klingt sogar meine Zusammenfassung spannender als das Buch selbst. Was mich hat weiterlesen lassen (und mehr als einen Stern verteilen), war neben der Tatsache, dass ich einen Lesepartner hatte, auch die unheimlich schöne Sprache der Autorin. Ihre Beschreibungen sind kraftvoll und sogar poetisch, atmosphärisch dicht und ein wenig märchenhaft. Was leider unglaublich schlecht zu einem modernen Teenager wie Jari passt, der dadurch wirkt wie jemand, der krampfhaft aber talentfrei versucht, den Dichterfürsten zu geben, diese Rolle aber nie mehr als zwei Minuten am Stück aufrecht erhalten kann.
Diese Diskrepanz zwischen Charakteren und Sprache ist erstaunlich störend für mich gewesen; und ich glaube, das Buch hätte wirklich bemerkenswert sein können (im positiven Sinne), wenn die Autorin entweder deutlich erwachsenere Charaktere gewählt oder die Handlung mindestens 150 Jahre in die Vergangenheit transferiert hätte.
Das andere große Problem war für mich die Vorhersehbarkeit der Wendungen der Handlung, die vermutlich hätten überraschen sollen, aber so massiv von Vorausdeutungen begleitet wurden, dass wirklich nur jemand sehr Begriffsstutziges (Jari) nicht schon dutzende Seiten vor der Auflösung wusste, was hinter dem jeweiligen großen Geheimnis steckt. Schuld daran war sicher auch der sehr plakative zweite Zeitstrang, der dem Leser das traumatische Entführungserlebnis Jaschas und ihrer Schwestern schildert - nicht namentlich, aber ab dem zweiten oder spätestens dritten Auftreten eindeutig. Und an diesem Punkt hat der Roman leider noch ein paar hundert Seiten...
Fazit:
Viele interessante Ansätze und Ideen, eine wirklich eindrucksvolle Sprache - aber leider dennoch ein ausnehmend langweiliges und langatmiges Buch. Schade.