gregorgross reviewed Wie ich Nonne wurde by César Aira
Originell, aber trotzdem recht zäh zu konsumieren, fand ich
4 stars
Cesar Aira schreibt hier sozusagen über seine eigene Kindheit, so könnte es scheinen. Allerdings ist das Geschlecht mal so und mal so, und am Ende wird auch niemand zur Nonne. Denn eigentlich ist am Ende komplett Schluß.
Was aber zwischendrin passiert, ist sehr originell und erinnert an verschiedene andere südamerikanische Romane (wenn z.B. wie in Hundert Jahre Einsamkeit auch gleich anfangs ein Eis gegessen wird, allerdings auch hier mit dem Tod verbunden, nur ganz, ganz anders).
Trotzdem waren mir die langen Passagen der Innenreflektionen der/des Protagonisten/in am Ende doch recht mühsam zu bewältigen. Aber vielleicht lag das auch an mir selber und wie es mir letzte Woche ging. In Summe ein lohnendes Büchlein.