Heiko Kuschel rated De Meeste Mensen Deugen: 5 stars

De Meeste Mensen Deugen by Rutger Bregman
De mens is een beest, zeiden de koningen. Een zondaar, zeiden de priesters. Een egoïst, zeiden de boekhouders. Al eeuwen …
Lutheran pastor in Germany. Interested in Science fiction, fantasy, modern literature, and sometimes just simple literature for my entertainment. German, Englisch, Nederlands. My book reviews on www.kuschelkirche.de/buchbesprechungen
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De mens is een beest, zeiden de koningen. Een zondaar, zeiden de priesters. Een egoïst, zeiden de boekhouders. Al eeuwen …
„Was wäre, wenn ich mich an dieser einen Stelle meines Lebens anders entschieden hätte?“
Diese Frage stellen sich vermutlich alle Menschen ab und zu. Der College-Professor Jason Dessen, glücklich verheiratet und stolz auf seinen Sohn, bekommt ungefragt die Chance, das tatsächlich zu erleben. Plötzlich und unerwartet wird er entführt, zu einem abgelegenen Ort gebracht – und erwacht in einer Welt, die nicht die seine ist. Eine Welt, in der er ein gefeierter Wissenschaftler ist und seine Frau – nein, nur seine Ex-Freundin – eine höchst erfolgreiche Künstlerin.
Welches Leben ist „besser“? Welche Entscheidung war die richtige? Die für Familie und Kind oder die für die einsame Karriere und die Entwicklung einer Maschine, die wahrlich das Potential hat, die Welt grundlegend zu verändern?
Der Roman basiert auf der Theorie, dass es nahezu unendlich viele Parallel-Universen gibt, die sich immer weiter verzweigen, bei jeder Entscheidung, die wir treffen. Dass jede mögliche Entscheidung …
„Was wäre, wenn ich mich an dieser einen Stelle meines Lebens anders entschieden hätte?“
Diese Frage stellen sich vermutlich alle Menschen ab und zu. Der College-Professor Jason Dessen, glücklich verheiratet und stolz auf seinen Sohn, bekommt ungefragt die Chance, das tatsächlich zu erleben. Plötzlich und unerwartet wird er entführt, zu einem abgelegenen Ort gebracht – und erwacht in einer Welt, die nicht die seine ist. Eine Welt, in der er ein gefeierter Wissenschaftler ist und seine Frau – nein, nur seine Ex-Freundin – eine höchst erfolgreiche Künstlerin.
Welches Leben ist „besser“? Welche Entscheidung war die richtige? Die für Familie und Kind oder die für die einsame Karriere und die Entwicklung einer Maschine, die wahrlich das Potential hat, die Welt grundlegend zu verändern?
Der Roman basiert auf der Theorie, dass es nahezu unendlich viele Parallel-Universen gibt, die sich immer weiter verzweigen, bei jeder Entscheidung, die wir treffen. Dass jede mögliche Entscheidung in irgend einem dieser Parallel-Universen Wirklichkeit wurde.
Gibt es da „draußen“, oder wie immer wir das nennen sollen, unendlich viele Ichs? Gibt es ein Ich, das beispielsweise nicht geheiratet hat, oder eben doch, oder jemand ganz anderen? Oder einen anderen Beruf gewählt hat? Vielleicht sind es nur Kleinigkeiten, viel kleinere Entscheidungen, die doch letzten Endes Auswirkungen auf die ganze Welt haben.
Jason Dessen jedenfalls möchte wieder zurück in „seine“ Welt. Doch das ist alles andere als leicht. Immer wieder gerät er in große Gefahr. Kommt in Parralelwelten, die aus dem einen oder anderen Grund lebensgefählich sind. Lernt mit der Zeit erstaunliche und verstörende Dinge über sein Ich in der Welt, in die es ihn verschlagen hat. Und steht am Ende vor einem unerwarteten, aber eigentlich logischen Problem und muss eine sehr schwere Entscheidung treffen.
Wie gut, dass ich Urlaub hatte, als ich das Buch angefangen habe. Ich habe es in einem Zug ausgelesen und konnte es nicht mehr weglegen. Es wirft sehr viele Fragen auf und stellt letztlich unser ganzes Konzept eines „Ich“ in Frage.
Ob es wirklich diese Parallel-Universen gibt? Denkbar ist es auf jeden Fall. Ob wir dazwischen wechseln könnten? Ob wir quasi in verschiedene Lebensentwürfe hineinschauen könnten? Und – was geschieht, wenn ich auf mich selbst treffe?
Unbedingte Leseempfehlung. Ein Buch, über das man noch eine ganze Weile nachdenken muss.
Ein Klassiker der niederländischen Literatur vom belgischen Autor Willem Elsschot:
Im Jahr 1933 bekommt Frans Laarmans, ein kleiner Büroangestellter einer Werft, plötzlich das Angebot, Großhandelsvertreter für niederländischen Käse zu werden. Edamer, vollfett, um genauer zu sein. „Käse geht immer“, denkt er sich, ermutigt von einem mehr zufällig bei der Beerdigung seiner Mutter aufgetauchten reichen Gönner namens Van Schonbeeke, der ihm auch diesen Posten beschaffte. Frans Laarmans beginnt davon zu träumen, ein großer, einflussreicher und gesellschaftlich geachteter Geschäftsmann zu werden. Er beginnt, sein Büro einzurichten, während seine ersten zwanzig Tonnen Käse in einem Keller lagern und auf ihren Verkauf warten. Doch erst muss der Schreibtisch her, ein Telefon installiert, eine Schreibmaschine gekauft werden (alle Second-Hand-Läden durchzustöbern dauert schon mal eine Woche!), Briefpapier und vieles mehr.
In der Runde der Freunde seines Gönners, die sich wöchentlich trifft, durfte er anfangs nur am Rand sitzen, keiner kannte seinen Namen. Nun genießt er plötzlich …
Ein Klassiker der niederländischen Literatur vom belgischen Autor Willem Elsschot:
Im Jahr 1933 bekommt Frans Laarmans, ein kleiner Büroangestellter einer Werft, plötzlich das Angebot, Großhandelsvertreter für niederländischen Käse zu werden. Edamer, vollfett, um genauer zu sein. „Käse geht immer“, denkt er sich, ermutigt von einem mehr zufällig bei der Beerdigung seiner Mutter aufgetauchten reichen Gönner namens Van Schonbeeke, der ihm auch diesen Posten beschaffte. Frans Laarmans beginnt davon zu träumen, ein großer, einflussreicher und gesellschaftlich geachteter Geschäftsmann zu werden. Er beginnt, sein Büro einzurichten, während seine ersten zwanzig Tonnen Käse in einem Keller lagern und auf ihren Verkauf warten. Doch erst muss der Schreibtisch her, ein Telefon installiert, eine Schreibmaschine gekauft werden (alle Second-Hand-Läden durchzustöbern dauert schon mal eine Woche!), Briefpapier und vieles mehr.
In der Runde der Freunde seines Gönners, die sich wöchentlich trifft, durfte er anfangs nur am Rand sitzen, keiner kannte seinen Namen. Nun genießt er plötzlich die Anerkennung der anderen, wobei Van Schoonbeke die geschäftliche Stellung Laarmans gewaltig übertreibt. Man wird das Gefühl nicht los, dass auch die anderen Mitglieder der illustren Gesellschaft möglicherweise etwas weniger bedeutend sind, als sie sich geben.
Die ganze Zeit belasten Laarmans irgendwie diese 20 Tonnen Käse, doch sie bleiben im Hintergrund gut verstaut in einem „Patentkeller“ einer Firma, alles andere drumherum ist ihm wichtiger. Eigentlich mag er Käse ja nicht mal besonders, würde seine Ware am liebsten überhaupt nicht sehen, geschweige denn anfassen. Heute würde man sagen: Klassischer Fall von Prokrastination.
Immer deutlicher wird ihm auch selbst, dass er vom Verkauf von Käse in ganz Belgien (sowie dem Großherzogtum Luxemburg) schlicht keine Ahnung hat. Immer näher rückt der Tag der ersten Abrechnung. Was tun?
Das will ich natürlich nicht verraten. Vielleicht so viel: Das mit dem Prokrastinieren kann manchmal auch Teil der Lösung sein ...
Für mich war es ein sehr feinsinniges, humorvolles, fast satirisches Buch, das ich gerne gelesen habe. Ich habe mit Frans Laarmans mitgefiebert. Habe mich darüber geärgert, dass er den Verkauf einfach nicht starten will. Ich habe aber auch die sehr fein beobachteten Umstände der damaligen Zeit genossen. Zu sehen, wie wichtig Stand und Ansehen damals waren, wie das Leben orgaisiert war, wie Frans Laarmans seine Rolle als Sohn, Vater und Ehemann versteht. In dem 90 Jahre alten Text zu erleben, wie das Leben damals organisiert war. Ein wirklich sehr lesenswertes Buch, finde ich!
Für mich war es das erste Buch, das ich tatsächlich auf Niederländisch gelesen habe. Einen passenderen Titel für den ersten Versuch kann es kaum geben, finde ich. Wer das eventuell auch probieren will, kann die in manchen Ausgaben enthaltene Abhandlung über „Stil“ am Anfang des Buches getrost überspringen. Sie gehört nicht zur Handlung und ist sprachlich ein ganzes Stück anspruchsvoller. Aber auch sehr lesenswert!
Faszinierend finde ich übrigens auch den Autor Willem Elsschot. Unter diesem Pseudonym wurde er einer der bekanntesten und beliebtesten Autoren der damaligen Zeit und schrieb Klassiker der belgisch-niederländischen Literatur, die bis heute bekannt und beliebt sind. Doch nicht mal seine eigene Familie ahnte, dass der Inhaber einer Werbeagentur Alphonsus Josephus de Ridder hinter diesem Pseudonym steckte.
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