Warum es gar nicht so leicht ist, den Planeten gesundzukonsumieren
»Knebel« nennt man die …
Ein Buch über Krempel-Rendite, Funktionalität und die Legitimität von Bedürfnissen. Kurzweilig, zeitweise wortgewandter Rant, zeitweise kurzer akademischer Abriss zu Philosophie- oder Warengeschichte. Große Empfehlung.
Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 …
Stereotype Projektionsflächen mit Witz
4 stars
Es ist textlich gut geschrieben. Sprachlich angenehm zu lesen. Unterhaltsam und in seiner Episodenhaftigkeit fesselnd und kurzweilig. Wer ähnliche, stereotype Charaktere und Personen kennt, wird diese vielleicht wiedererkennen. Ansonsten bietet der Roman wenig emotionale Tiefe an. Personen werden durch das was sie tun beschrieben und bleiben eher abziehbildhafte Projektionsfläche. Dass zum Beispiel ein Charakter Probleme mit einem anderen haben könnte, erfährt man dann dadurch, dass patzig aufgelegt wird. Vorher gibt es wenig Andeutung dazu, und man muss ggf. sein (sterotyp gebildetes) Bild der Geschichte anpassen. Der Roman schwankt zwischen Karikatur und überraschender Ernsthaftigkeit. Ich habe dennoch 4 statt 3 Sterne vergeben, weil es potenziell in die Tiefe geht. Die Projektionsfläche für die eigenen Ideen und das thematische Zusammenweben von Heimat, Zugehörigkeit, Ankommen, etc. ist anregend und nicht kitschig. Und es ist tausendmal besser als "22 Bahnen", das ähnlich ist vom Schreibstil, aber teils unerträglich oberflächlich. Auch dort werden Personen durch …
Es ist textlich gut geschrieben. Sprachlich angenehm zu lesen. Unterhaltsam und in seiner Episodenhaftigkeit fesselnd und kurzweilig. Wer ähnliche, stereotype Charaktere und Personen kennt, wird diese vielleicht wiedererkennen. Ansonsten bietet der Roman wenig emotionale Tiefe an. Personen werden durch das was sie tun beschrieben und bleiben eher abziehbildhafte Projektionsfläche. Dass zum Beispiel ein Charakter Probleme mit einem anderen haben könnte, erfährt man dann dadurch, dass patzig aufgelegt wird. Vorher gibt es wenig Andeutung dazu, und man muss ggf. sein (sterotyp gebildetes) Bild der Geschichte anpassen. Der Roman schwankt zwischen Karikatur und überraschender Ernsthaftigkeit.
Ich habe dennoch 4 statt 3 Sterne vergeben, weil es potenziell in die Tiefe geht. Die Projektionsfläche für die eigenen Ideen und das thematische Zusammenweben von Heimat, Zugehörigkeit, Ankommen, etc. ist anregend und nicht kitschig. Und es ist tausendmal besser als "22 Bahnen", das ähnlich ist vom Schreibstil, aber teils unerträglich oberflächlich. Auch dort werden Personen durch die Nennung der Marke ihrer Kleidung definiert. Eigentlich geht es darum, dass man nicht glücklich wird, wenn man sich etwas vormacht, wegschaut, wunschdenkt. Es geht auch um Authentizität. Dafür den Extra-Stern.
Publisher text: Drei Jahrhunderte, ein mächtiges, friedliebendes Geschöpf und die Lebenswege der Menschen, die von ihm angezogen sind. Iida Turpeinen …