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Charlotte Roche: Feuchtgebiete (Paperback, German language, 2008, Objetiva)

Nach einer missglückten Intimrasur liegt die 18-jährige Helen auf der Inneren Abteilung von Maria Hilf. …

Intellektuelle Unterforderung

Die 18-jährige Ich-Erzählerin liegt nach der Operation einer Analfissur im Krankenhaus und sinniert über ihr Leben und ihre sexuellen Fetische, die alle etwas mit der Ablehnung von Hygiene und dem Weitergeben von Keimen, Pilzen und Bakterien zu tun haben.

Das Buch ist in leichter Sprache geschrieben und das soll wohl das Mindset der Protagonistin reflektieren. Nach der Lektüre fühle ich mich einfach nur dumm.

Es ist so als hätte die Autorin eine Liste gemacht mit körperlichen Ausscheidungen und dann überlegt, was man wohl damit machen könnte, damit sich die Leserschaft maximal ekelt.

Ich bin nur froh, dass ich für dieses Buch kein Geld bezahlt habe.

@ulf_der_freak @giornodelsole Hiii Charlotte Roche Ultra hier, die hier mit Verspätung drüber stolpert und sich auf jeden Fall auch für die Qualität der Bücher "schämt".

Warum das so gezündet hat, denke ich, war einerseits durch den Tabubruch in der Zeit und die "Schaulust", ("hihi iih Hämorriden Blumenkohl") andererseits die wirklich gute parallele Promotion. CR hat richtig viele und gute Interviews gegeben. Hatte ein komplett anderes Buch erwartet 🙃 (vergleichbar vlt mit El Hotzo, der viele wichtige Dinge über toxische Männlichkeit gesagt hat und dazu ein mMn absolut enttäuschendes Buch abgeliefert hat, das ich mir auch anders vorgestellt hatte).

Das so viele Jahre später nach zu lesen, kann gewiss nur enttäuschen. "Damals" war es auch schon schlecht geschrieben, aber hat einen Zeitgeist getroffen, grandios vermarktet mit CR?