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Claire Keegan: Kleine Dinge wie diese (Hardcover, German language, 2022, Steidl)

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Auch dieses kurze Büchlein habe ich in ein paar Stunden durchgelesen. Es hat mir etwas besser gefallen als "Das Dritte Licht". Eigentlich mag ich ja so kurze Bücher nicht, aber die Autorin schreibt unheimlich atmosphärisch, ich konnte die Kälte spüren, den Kohlenrauch riechen, das prasselnde Feuer.

Die Geschichte spielt in der Weihnachtszeit im Irland der 1980ger und ich bin froh, dass ich sie auch im Winter gelesen habe. Wie schon beim dritten Licht passiert nicht wirklich viel - aber die Botschaften zwischen den Zeilen waren hier für mich mehr spürbar als da.

Der Schreibstil ist toll - aber ein bissle mehr Länge oder etwas mehr "Action" wäre vielleicht nett gewesen. Trotzdem habe ich auch dieses Buch gern gelesen - und die deutschen Cover beider Bücher finde ich ausgesprochen gelungen, die der anderssprachigen Ausgaben sind nicht so doll.

Ich vergebe gute 4 von 5 Sternen und schaue mal, ob ich noch …

Percival Everett: James (Hardcover, 2024, Doubleday)

A brilliant, action-packed reimagining of Adventures of Huckleberry Finn, both harrowing and ferociously funny, told …

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Wow. War echt toll, und obwohl es - beim dem Thema nicht verwunderlich - teilweise sehr grausame Szenen gibt, fand ich es doch gut lesbar, teilweise sogar mit einem Augenzwinkern. Auch alle Fälle hat es mich sehr zum Nachdenken gebracht über Rassismus, Vorurteile und Unterdrückung und darüber, in was für eine priviligierten Situation ich mich doch befinde.

Ich finde übrigens nicht, dass man die Huckleberry Finn-Geschichten kennen muss, um das Buch zu verstehen, denn die Figur des Sklaven Jim bei Huckleberry Finn ist für mich nur der "Aufhänger", ich denke schon, dass man die Geschichte lesen kann, ohne Huckleberry Finn zu kennen.

Es gibt dem Buch aber natürlich eine zusätzliche Blickrichtung, wenn man die Huck Finn-Geschichte kennt und sieht, wie anders die Geschichte aus Jims Sicht zu erzählen wäre. Huck ist aber nicht die ganze Zeit dabei, die beiden werden etwa nach einem Drittel des Buches getrennt und finden dann …

Michael Pollan: Food Rules : An Eater's Manual (2009)

A pocket compendium of food wisdom from the author of [The Omnivore's Dilemma][1] …

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Ich mag Michael Pollans Bücher sehr. Dieses ist fix durchgelesen, aber die illustrierte Ausgabe hat mir sehr gefallen. Die "Regeln" sind ja nicht wirklich neu und Geld ausgeben würde ich wohl eher nicht für das Buch, aber aus der Onleihe war es ok.

Sarah Morgan: Holiday Cottage (2024, Harlequin Enterprises ULC)

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Ja, sie kann's halt einfach, die Frau Morgan... Dieses Buch hat mir allerdings nicht ganz so gut gefallen wie die vorherigen. Die Figur der Tina fand ich ein bissle eindimensional, bis zum Schluss konnte ich nicht nachvollziehen, warum sie so gehandelt hat. Und ich stimme einigen Vor-Rezensenten zu, dass es ziemlich lange dauert, bis die Geschichte in Fahrt kommt. Auch fand ich, dass Imogen sich teilweise etwas kindisch verhält - diese ganze Midas-Story war für mich ein bissle "drüber", ich kann nicht glauben, dass eine "normale" Karrierefrau so einen Aufwand betreiben würde, um eine Fake-Geschichte aufzubauen - sie hätte doch einfach zugeben können, dass ihr ihr Job eben sehr wichtig ist? However, das Setting in den Cotswolds, Dorothy und vor allem ihre Enkelinnen waren ganz entzücken. Ich mochte auch die (very britische) Sprecherin des englischen Hörbuches sehr und kann dem Buch gute 4 von 5 Sternen geben. Wenn Du zum …

Sarah Morgan: The Book Club Hotel (2023, Harlequin Enterprises ULC)

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Das kann sie echt wie keine zweite, die Frau Morgan - ihre Weihnachtsbücher sind echt unerreicht, ich kann mich an keines erinnern, das mich wirklich enttäuscht hätte! Und auch dieses ist wieder klasse, wenn auch vielleicht nicht ganz mein allerliebstes, aber nah dran!
Das Setting ist super - ein verschneites kleines Hotel in Vermont. Die Figuren sind toll - eine Karrierefrau, eine Familienfrau und eine frisch getrennte Köchin, dazu eine junge Witwe nebst entzückender Tochter und sexy Love-Interest- so muss das1
Ich habe das englische Hörbuch gehört und fand auch die Sprecherin super, vor allem ihre Interpretation von Delphis Dinosauriergeschichten hat mir sehr gefallen. Das Buch ist so ein richtig gelungenes Wolldecken-Buch - ausreichend kitschig, aber nicht zu sehr, es gibt ein bissle Drama, damit es spannend bleibt, aber nicht zuviel - wirklich gelungen.
Definitiv eine Empfehlung, ich kann mir gut vorstellen, dass ich das Buch nochmal wieder höre und …

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Hach, das kannse einfach, die Frau Morgan! Ja, natürlich ist das eine vorhersehbare Geschichte, aber ich fand das Setting im weihnachtlichen Manhattan sooo nett! Außerdem kommen Figuren aus den vorherigen Weihnachtsbüchern vor - die O'Neills aus der Snow Crystal-Serie z.B., und zu Fliss und der Zwillingsschwester gibt es auch Bücher (die ich aber noch nicht gelesen habe).

Ja, ok, der Love Interest ist vielleicht ein bissle arg macho, aber ich mochte die Hauptfigur sehr und auch die weiblichen Nebenfiguren. Das ist so ein richtiges Weihnachts-Feelgood-Buch, da kann ich mir sehr gut vorstellen, das zur nächsten Weihnachtszeit mal wieder hervorzuholen.

Ich vergebe 4 - 4,5 von 5 Sternen - wenn Du noch nie eines von Frau Morgans Weihnachtsbüchern gelesen hast, solltest Du ganz bald damit anfangen!

After his ten year marriage comes to an abrupt end, Charlie Waterston finds solace traveling …

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Hm... interessant... Eine Geschichte auf zwei Zeitebenen, wobei selbst der Gegenwartsstrang schon ein bissle historisch ist, denn er spielt in einer Zeit, in der noch gefaxt wird und das Internet oder gar Smartphones kommt kein einziges Mal vor. Da ich aber auch schon ein bissle "historisch" bin und mich an diese Zeiten noch ganz gut erinnern kann, hat mich das nicht weiter gestört.

Trotzdem hat mir der historische Strang etwas besser gefallen als der "Gegenwarts-Strang", das ländliche Conneticut im 18ten Jahrhundert war ein nicht uninteressantes Setting. Die Hauptfigur war dann auch eine sehr starke Frau, die einiges durchmachen muss - vielleicht ein bissle sehr schwarz-weiß insgesamt, denn die Bösen sind total schlimm böse, und die Guten sind so richtig, richtig gut.

Die beiden Hauptfiguren im Gegenwartsstrang fand ich dann auch ein bissle anstrengend, beim Thema Rollenverständnis Mann-Frau ist das Buch nicht wirklich gut gealtert. Trotzdem hat mich das Buch insgesamt …

Als Daphne Bridgerton ihren Namen in der Kolumne von Lady Whistledown liest, kümmert es sie …

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Naja - okaaaaay - aber ich muss das jetzt nicht dringend weiterlesen. Ich habe kein Netflix, kenne also die Serie nicht, aber nachdem es da so einen Hype gibt, dachte ich, ich lese in das Buch mal rein resp. höre das Hörbuch.

Das war dann auch ganz ok - mehr aber definitiv nicht. Es ging noch ganz nett los, bis es nach ca. dem ersten Viertel ein Duell gibt. Danach fand ich's ziemlich unsäglich und es hatte auch Längen für mich. War ja eh klar, dass es am Ende gut ausgeht, aber der Weg dahin war ziemlich mühsam.

Richtig gut fand ich dann den Epilog resp. die Epiloge - es gibt nämlich gleich zwei davon. Wenn der Mittelteil auch so gut gewesen wäre, hätte es für gute 4 Sterne gereicht, so sind es nur knapp 3,5 Sterne. Die Romane von Tessa Dare haben mir da viiiiiel besser gefallen, in dieser …

Ronan Hession: Leonard und Paul (German language, 2023, Woywod & Meurer Verlag)

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Tja, das war wohl mal wieder ein Fall von "Viel erwartet und enttäuscht" . Vermutlich hätte es für einen Stern mehr gereicht, hätte ich vorher nicht soviele Lobpreisungen zu diesem Buch gehört. Ich mein, extra einen Verlag gründen, nur, damit dieses Buch auf Deutsch erscheint? Hallo? Da MUSS frau ja viel erwarten - aber ich fands ehrlich gesagt eher lahm. Ja, die Figuren sind ganz nett, sowohl Leonard als auch Paul und Pauls Familie, stimmt. Ich hab auch nicht wirklich ein Problem mit Büchern, die nicht super-rasant erzählt sind. Aber dieses hier war dann doch ein bissle arg gemächlich. Erzählt wird auch nur eine sehr kurze Zeitspanne, so ca. 3 Wochen? Da wird vor allem eine Hochzeit vorbereitet, und drumherum erleben Leonard und Paul noch ein bissle was - aha.
Nein, ich bleibe dabei: Ich bin enttäuscht, da hatte ich deutlich mehr erwartet. Es reicht für gute drei Sterne, aber …

John Marrs: Marriage Act (2023, Harlequin Enterprises ULC, Hanover Square Press)

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Hm. Ja, EIGENTLICH fand ich's wieder gut und auch die Cliffhanger am Ende jeden Kapitels sorgen dafür, dass frau meist wissen will, wie's denn jetzt weitergeht und die knapp 500 Seiten recht schnell durchliest. Trotzdem fand ich, dass einige - naja, vor allem eine- Figuren ein bissle "drüber" war - da war mir insgesamt zu viel Drama, vor allem bei Jeffrey - da wäre etwas weniger mehr gewesen.

Das Thema war definitiv hochinteressant, und auch wenn ich so Smartphone/Alexa mässig eher nicht sehr aktiv bin - AI und Deep Fakes betreffen mich ja auch und das ist schon ziemlich gruselig, was selbst jetzt bereit möglich ist!

Wieder ein interessantes Thema also, spannend und flott erzählt - aber von den drei Near Future Büchern hat mir dieses am wenigsten gefallen. Mein Favorit ist das mit den selbstfahrenden Autos, dann "The One" und dann dieses hier. Hat mich gut unterhalten, wobei es …

Stephan Schäfer: 25 letzte Sommer (Paperback, deutsch language, Park)

Am Küchentisch eines alten Bauernhauses treffen zwei Menschen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der …

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Hätte ich für dieses Buch extra Geld ausgegeben, hätte ich mich geärgert. Ich hab's aber bei Bookbeat gehört, dafür war's ok, vor allem auch, weil mir der Sprecher gut gefallen hat. Insgesamt ist das Buch aber eine eher langweilige Aneinanderreihung von "Selfhelp"-Blabla, das frau sicher schon mal gehört hat. Kann man mal hören, aber in die hymnischen Preisungen dieses Buchs kann ich eher nicht einstimmen.

Rosamunde Pilcher: September (German language, 1993, Rowohlt)

At the heart of "September" is Noel Keeling, a man sorely self-absorbed and with a …

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Durch! Von den drei dicken Pilchers, die ich bisher gehört habe, hat mir der am wenigsten gut gefallen, vor allem Edmund fand ich nervig - so ein alter Macho! Aber ich fürchte, da ist das Buch halt auch nicht so arg gut gealtert, Beziehungen zwischen Sugardaddy und viel jüngerer Frau würde man heute vermutlich nicht mehr so erzählen.

Insgesamt hat mich aber auch dieses Buch gut unterhalten, ich mochte Henry, Edie und Vi sehr gerne, auch Alexa - auch wenn ihre Beziehung zu Neil ebenfalls in die Kategorie "nicht mehr ganz zeitgemäss" fällt. Auch die sagenumwobene Pandora fand ich teilweise etwas nervig, Lord und Lady Balmerino mochte ich sehr und die Bewohner von Strathcroy auch.

Dieser Schmachtfetzen hat mich also gut unterhalten, herrlich britisch vorgelesen war er auch. Ich will nicht ausschliessen, dass ich auch dieses Buch nochmal wiederhören werde - aber Winter Solstice und Coming Home sind definitiv weiter …

Elizabeth Gilbert: City of Girls

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Wow! Was für ein tolles Buch! Ich verstehe gar nicht, warum ich das nicht schon früher gelesen habe, denn auch "Vom Wesen der Dinge..." hat mir damals ja sehr gut gefallen! Gilbert schreibt so, dass ich dachte, alle Figuren hätten wirklich existiert und habe nach der (fiktiven) Edna gegoogelt. Genauso ging es mir beim "Wesen", aber auch bei "Evelyn Hugo", das ja auch in einem ähnlichen Künstlersetting spielt.
Ich hab das Buch sooo gern gelesen, ich mochte die schillernden Figuren in der New Yorker Theaterwelt der 1940ger, vor allem Tante Peggy und natürlich Olive. Und Benjamin. Und Celia. Und Onkel Billie - hach! Etwa nach 2/3 des Buches gibt es eine Zäsur, nach der sich Vivians Leben etwas anders entwickelt, als man denken könnte und das ganze Buch wird deutlich ruhiger - aber auch das hat mir sehr gut gefallen.
Ich bin im nu durch 500 Seiten geflogen und bin …

Karsten Dusse: Achtsam morden (Paperback, Deutsch language, 2019, Heyne Verlag)

Björn Diemel wird von seiner Frau gezwungen, ein Achtsamkeits-Seminar zu besuchen, um seine Ehe ins …

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Hm- ich hab's nach 100 Seiten abgebrochen - war ok, aber hat mich jetzt nicht vom Hocker gerissen. Vermutlich als Hörbuch deutlich unterhaltsamer